Neue Medien in pädagogischen Einrichtungen

Kinder und die neuen Medien in pädagogischen Einrichtungen

Smartphones, PlayStation und Co gehören längst zum Alltag der meisten Kinder.
Die technische Entwicklung sorgt dafür, dass schon die Kleinsten vermeintlich mit Medien umgehen können.
Die Umwelt, vor allem die Werbung und auch die Politik suggeriert, dass „Medienkompetenz“ heute zu einem der wichtigsten Voraussetzungen gehört, um sich in der Zukunft behaupten zu können.

Den Chancen der neuen Medien stehen allerdings gefährliche Risiken gegenüber:
Computerspiel- und Internetsucht, Empathieverlust durch TV- und PC-Gewalt, Übergewicht, Schulprobleme.
Dazu kommen Mobbing, Datenmissbrauch, Pornografie und sexuelle Übergriffe im Netz.

Im durchaus starken Wind der allgemeinen Digitalisierung müssen die Kinder eine besondere Aufmerksamkeit erhalten.
Wir brauchen Konzepte und Wegweiser, wie altersgemäße Mediennutzung aussehen muss, um Risiken zu vermeiden und um unsere Kinder dabei zu unterstützen Medien mündige Nutzer zu werden.

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Es ist nicht die Frage nach „Medienkompetenz“, wie wir oft zu hören bekommen – also der Befähigung zur Anwendung, sondern es geht viel mehr um den eigenverantwortlichen und reflektierten Umgang, den Kinder erlernen müssen, bevor sie unkontrollierten Zugang zu Bildschirmmedien erhalten.

Ähnlich wie beim Autofahren.
Wir setzten Kinder nicht ans Lenkrad und lassen sie in den Straßenverkehr los.
Ein gewisses Alter, das verantwortlicheres und reflektiertes  Handeln erwarten lässt und eine umfassende Schulung sind Voraussetzung, um einen Führerschein zu erlangen. Im besten Fall wurde das Fahren schon von frühester Kindheit geübt: Mit Laufrad, Bobbycar, Dreirad, Fahrrad und möglicherweise Moped.

Auch Alkohol dient als gutes Beispiel. Niemand stellt Wein, Bier oder Schnaps ins Kinderzimmer.

Bei den neuen Medien ist es anders. Sie sind so neu, dass die Gefahren noch nicht bis ins allgemeine Bewusstsein vorgedrungen sind, trotz alarmierender Zahlen.
Noch blenden die Vorteile.

Aber keiner dieser Vorteile hat irgendeinen Nutzen für kleine Kinder.
Die Bedrohung jedoch ist, erwiesener Maßen, gerade für die Jüngsten extrem hoch.

Vor dem dritten Lebensjahr sollten Kinder, wenn möglich, gar keine Bildschirme im Alltag erleben. Weder Tablett noch Smartphone und am besten auch keinen Fernseher.
Abgesehen davon, dass Säuglinge und Kleinkinder von den Bilderfluten schlicht überfordert sind, ist die Bildschirm-Realität zweidimensional.
Gerade in den ersten drei Lebensjahren ist die Schulung der Sinne elementar.
Hier werden alle Grundlagen für das Leben geschaffen.
Das Gehirn bildet sich nie mehr schneller aus. Motorik, Sprechen, die Umwelt, wird erlernt.
Und es sind weitaus mehr Sinne, als die allseits bekannten fünf: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Dazu kommen der Gleichgewichtssinn, der Bewegungssinn und viele mehr.
Um alle Sinne optimal auszubilden, brauchen wir die dreidimensionale reale Welt.

Wird die gesunde, vor allem frühkindliche, Entwicklung behindert weil zuviel Zeit mit zweidimensionalen Bildschirmen verbracht wird, kann das langfristig massive negative Folgen wie Lernschwierigkeiten, motorische Einschränkungen oder mangelnde soziale Kompetenz nach sich ziehen.

Eltern stehen alleine da, wenn es um den Schutz ihrer Kinder und die Vermeidung von zu viel Bildschirmnutzung geht.
Je älter der Nachwuchs wird, desto zunehmender wird auch der Druck von Außen mitzumachen.
Immer früher sind immer mehr digital gesteuerte Geräte in den Kinderzimmern und die Industrie entwickelt weiter perfide Strategien, um ihre digitalen Produkte auch an die Jüngsten zu verkaufen.
Das steigert nicht nur den Umsatz sondern sorgt für eine langfristige Kundenbindung.
Grundschulen investieren ein Vermögen in „Computer-Räume“ und die Politik will Schulen mit mehreren Milliarden Euro „digitalisieren“.

Die überaus wichtigen pädagogischen Fragen nach Zweck, Nutzen und Konsequenzen der „Digitalisierung“ unserer Kinder, nach dem „Wie“, „Wann“ und „Wofür“ werden nicht gestellt und Erzieher und Lehrer stehen, genau wie die Eltern, mit den Gefahren der digitalen Entwicklung ziemlich alleine da.

Aus diesem Grund habe ich die berufsbegleitende Fortbildung von „MEDIA PROTECT e.V. – Familien stärken im digitalen Zeitalter“ absolviert.

Der gemeinnützige Verein hat das nachhaltige Präventions-Programm „Echt-Dabei“  für Kindergärten und die ersten drei Grundschuljahre entwickelt und ist eine Initative des BKK Dachverbandes, der BKK Landesverbände und der beteiligten Betriebskrankenkassen.

Ziel ist es, flächendeckend pädagogische Einrichtungenen und Eltern für eine gesunde Medienerziehung ihrer Kinder im Alltag auszurüsten.

Konkrete Aufgabe eines Media-Protect Coaches ist es, Familien und Pädagogen über die bestehenden Gefahren einer ungesunden Mediennutzung bei Kindern aufzuklären und nachhaltig dabei zu unterstützten, stressfrei eine altersgemäße und reflektierte Bildschirmnutzung der Kinder zu erreichen.

Das „Echt-Dabei“ (echt-dabei.de*) Programm besteht aus vier Modulen, die jeweils entweder Eltern, Pädagogen oder Kinder direkt ansprechen.
Einzigartig ist die Nachhaltigkeit, die erreicht wird indem Erzieher und Lehrer ein umfassendes Basiswissen bekommen. Danach sind sie ausgerüstet, um Eltern aufzuklären und die nützlichen Methoden für den Alltag weiter zu geben.
Betreuer und Lehrer werden kompetente Ansprechpartner für die Eltern und Eltern lernen sich zu vernetzen und an „einem Strick“ zu ziehen.

 Zielgruppe sind Eltern, Betreuende, Kinder und pädagogische Fachkräfte.

Inzwischen gibt es zwar viele Programme zur Prävention problematischer Bildschirmmediennutzung, aber nur sehr wenige, deren Wirksamkeit wissenschaftlich bestätigt werden konnte. Die Pädagogische Hochschule Freinburg evaluiert die Wirksamkeit des Programms. Die Evaluation wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.

Die Kosten für die Durchführung des streng geregelten Projekts tragen der BKK Dachverband sowie die teilnehmenden Betriebskrankenkassen. Für Kindergärten, Grundschulen und Eltern ist die Teilnahme am Präventionsprogramm kostenfrei. Ihre Einrichtung stellt lediglich die Räumlichkeiten und die Arbeitszeit der Erziehenden und Lehrkräfte zur Verfügung.  Mehr Info

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Sie können Ihre eigenen Wünsche und Themen-Schwerpunkte selbst festlegen.
In gemeinsamen Gesprächen werden wir den genauen Rahmen festlegen.
Sehr gerne berate ich Sie dazu persönlich.

Zusätzlich biete ich Projektgruppen für Kinder ab 7 Jahren an

7 bis 9 Jahre: Die ersten Schuljahre
10 bis 14 Jahre: Vom Kind zum Jugendlichen

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